Kühl, klar – und keimfrei? Die Qualität Ihres Leitungswassers im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt

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Wir wollten wissen, was wirklich aus dem Hahn kommt – und haben das Trinkwasser im Selbsttest geprüft.

Die Sonne brennt, und mit der Temperatur steigt auch der Durst. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) sollte ein erwachsener Mensch je nach Alter rund 1,5 bis 2 Liter trinken. Das gegenwärtig heiße Wetter erhöht den Wasserbedarf zusätzlich.

Leitungswasser ist dabei für viele die erste Wahl. Zu Recht, denn es ist günstig, jederzeit verfügbar und gesundheitlich unbedenklich – oder doch nicht? Angesichts der aktuellen Hitzewelle lohnt sich gerade jetzt ein genauer Blick auf die Wasserqualität in Saalfeld-Rudolstadt.

Keime und Schwermetalle im Leitungswasser: Gefährlich ist vor allem die eigene Hausinstallation

Das Leitungswasser ist in Deutschland grundsätzlich von hervorragender Qualität und gilt als das am besten kontrollierte Lebensmittel. Die öffentlichen Wasserversorger wie der ZWA Saalfeld-Rudolstadt, der ca. 80.000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Trinkwasser versorgt, prüfen ihr Wasser regelmäßig. So wird sichergestellt, dass unser wichtigstes Lebensmittel jederzeit den Vorgaben der Deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entspricht. Das Leitungswasser kommt also in der Regel sauber und unbelastet an Ihrem Hausanschluss an.

Doch hier liegt die Schwierigkeit: Ab dem Hausanschluss sind Sie selbst für die Qualität des Leitungswassers verantwortlich.

Alte Rohrleitungen, stagnierendes Wasser in wenig genutzten Leitungsabschnitten oder veraltete Installationen können dafür sorgen, dass sich Keime, Schwermetalle oder andere Belastungen im Trinkwasser anreichern – oftmals ohne sichtbare oder geschmackliche Veränderungen. Gerade in älteren Gebäuden, wie sie im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt vielerorts zu finden sind, kann die Wasserqualität auf dem letzten Meter leiden.

Was genau kann Ihr Leitungswasser belasten?

In vielen Fällen lässt sich eine Belastung des Leitungswassers weder mit bloßem Auge erkennen noch am Geruch oder Geschmack feststellen. Während eine erhöhte Konzentration von Eisen oder Mangan mitunter durch eine bräunliche Färbung des Wassers auffallen kann, bleiben gesundheitsrelevante Stoffe wie Schwermetalle meist unsichtbar. Dazu zählen etwa Blei oder Kupfer, die sich aus veralteten Rohrleitungen herauslösen und ins Trinkwasser übergehen können. Auch eine mikrobielle Verunreinigung – also eine Belastung mit Keimen oder Bakterien – ist dem Wasser in der Regel nicht anzusehen. Sicher haben Sie schon von Legionellen gehört, die sich in warmem Wasser vermehren und beim Einatmen – etwa beim Duschen – schwere Lungenentzündungen auslösen können.

Neben Schwermetallen und mikrobiellen Belastungen können auch andere Stoffe aus der eigenen Hausinstallation ins Trinkwasser gelangen. Dazu zählen etwa Rückstände aus alten Dichtungen, Beschichtungen oder Kunststoffleitungen, die organische Verbindungen freisetzen können. In seltenen Fällen gelangen auch sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ wie PFAS aus verbauten Materialien ins Wasser.

Doch woher weiß man nun, ob das eigene Wasser gesundheitlich unbedenklich ist? Diese Frage haben auch wir uns gestellt.

Leitungswasser testen: Wir haben selbst eine Wasseranalyse durchgeführt!

Auch bei uns in der Redaktion steht die Karaffe mit Leitungswasser immer griffbereit. Das Redaktionsteam des marcus®-Magazins hat sich daher gefragt: „Wissen wir eigentlich, was wir da täglich trinken?“

Genau das wollten wir herausfinden und sind nach kurzer Recherche auf Wasseranalysen zur Eigenkontrolle aufmerksam geworden. Dabei erhält man ein Test-Kit, nimmt selbst eine Wasserprobe, die anschließend im Labor analysiert wird.

Da unser Interesse geweckt war, haben wir den „Wassertest Komplett“ von Checknatura bestellt und ausprobiert. Checknatura ist ein auf Umweltanalysen spezialisiertes Unternehmen, das unter anderem Trinkwasser-Tests für den Hausgebrauch anbietet. Das ausgesuchte Set verspricht, zahlreiche Parameter zu analysieren: Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Nickel, bakterielle Belastungen, Nitrat, Nitrit – sogar die Wasserhärte wird berücksichtigt.

Die Durchführung war unkompliziert.
Im Set war alles enthalten, was wir brauchten: Probenflaschen, Anleitung, Rücksendeformular. Die Entnahme dauerte keine zehn Minuten – inklusive Händewaschen, Wasser laufen lassen und Abfüllen. Danach wanderten die Proben direkt in die mitgelieferte Versandbox zurück ins Labor.

Das Ergebnis? Überraschend differenziert.
Nach etwa einer Woche kam der digitale Analysebericht. In unserem Fall: unauffällig. Alle Grenzwerte wurden eingehalten, was wir anschaulich anhand von farblichen Diagrammen präsentiert bekamen. Dabei wurden neben einer Gesamtübersicht alle einzelnen Messwerte den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung gegenübergestellt.

Unser Fazit:
Wir trinken unser Leitungswasser weiter – aber mit einem besseren Gefühl, weil wir jetzt wissen, dass es gesund ist. Der Selbsttest war also ein kleiner Aufwand mit großem Mehrwert. Besonders spannend fanden wir, wie viele Einflussfaktoren ab dem Hausanschluss eine Rolle spielen – von alten Rohren bis zur letzten Armatur.

Unser Tipp zum Schluss:
Gerade wenn Sie in einem älteren Gebäude leben oder kleine Kinder im Haushalt haben, sollten Sie Ihre Wasserqualität im Blick behalten.

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Weitere Informationen finden Sie unter www.checknatura.de.

Leitungswasser ist in Deutschland nahezu überall verfügbar, umweltschonend, preiswert und von hoher Qualität. Es enthält in der Regel wichtige Mineralstoffe, verursacht keinen Verpackungsmüll und schont Ressourcen. Wer regelmäßig zum Wasserhahn greift, trifft also eine bewusste und nachhaltige Wahl. Ein Blick hinter den Wasserhahn lohnt sich jedoch, besonders in der heißen Jahreszeit.